Eintrag 47321. Juni 1852 Die Commission für Rechnungswesen berichtete über die
vorgenommene Revision der Leihhaus-Rechnung des
Jahres 1851 und hat dabei folgendes erläuternd bemerkt. §. 1. Die Rechnung ist nach
Vorschrift und richtig aufgestellt,
und stimmt mit den Belegen und den Büchern genau
überein. §. 2. Die gesammte Einnahme beträgt: Th. Sg. Pf.
1. Bestand aus dem Jahre 1850 . . . . 1 071 -- 8 -- 2
2. Zurückerstattete Vorschüsse ex 1 850 et retro 9 749 -- 2 -- --
3. Zinsen . . . . . . 1 385 -- 28 --
8
4. Überschüsse von von Verkäufen . . 175 -- 15 -- 10
5. Verkaufskosten . . . . . . 15
-- 12 -- 9
6. Gewinn aus der Sparkasse . . . . 578 -- 12 --
9
7. Darlehn aus der Sparkasse . . . . 400 -- --
-- --
8. Erstattete Vorschüsse von eingelösten und
verkauften Pfändern ex 1851 . . . 12 627 -- 25 -- --
__________________
Summa 26 003 -- 15 -- 2 Die Gesammt-Ausgabe besteht in
folgenden Positionen:
Th. Sgr Pf
1. Überschüsse von verkauften Pfändern aus 1850 28 - 18 - 3
2. Kapital-Rückzahlungen aus 1850 . . . 350 -- -- --
3. Kosten der Pfandverkäufe . . . . . 14 --
17 --
4. Überschüsse von verkauften Pfändern ex
1851 . . . . . . . . .
156 -- 29 - 1
5. Verwaltungskosten . . . . . . 1 055
-- 5 -- 3
6. Zinsen von Cautionen & aufgenommenen
Capitalien . . . . . . .
125 -- - -- -
7. Zinsen an die Sparkasse . . . . 73 --
10 -- -
8. Extraordinarien . . . . . .
227 -- 22 -- 6
9. Geleistete Vorschüsse auf Pfänder . . 22 994 -- 29 -- -
10. Kapital-Rückzahlungen 400 --
___________________
Summa 25 426 -- 9 -- 1
Bei Vergleichung der Ausgabe gegen die Einnahme
ergibt sich ein Bestand von . . . . 577
-- 6 -- 1 §. 3. Es betragen die Forderungen der Leih-Anstaltan Vorschüssen auf
Pfänder . . . . 10 367 -- 14 -- -
Hierzu der baare Bestand . . . . . . . . . . . . 577 --
6 -- 1
__________________
Summa 10 944 -- 10 -- 1
Die Leih-Anstalt verschuldet dagegen:
a an Cautionen der Beamten . . 2 500 --
b. an die Sparkasse . . . 1 300 --
c. an Verkaufs-Überschüssen . . 18 - 16 - 9
____________
3 818 -- 16 -- 9
Die Activa sind sonach neu . . . . 7 125 -- 23 --
4
höher als die Passiva, und bildet daher letzere
Summe den Reservefonds oder Hauptzinsengewinst.
Nach Abzug der im Jahre 1851 doppelt zur Aus-
gabe gekommenen Gratifikationen der Leihhausbeamt-
ten nämlich einmal als Remunerationen pro 1850
und zum zweitenmale als Gehaltszulagen pro 1851,
wodurch 225 Thl mehr ausgegeben wurden, sowie
nach Abzug von 100 Thl Lokalmiethe für die Stadt
beträgt der Gewinst pro 1851 einschließlich jenes
der Sparkasse 484 Thl 1 Sgr 5 Pf. §. 4. Unter den Verwaltungs-Ausgaben kömmt sub
Beleg 28 eine Rechnung von 40 Thl. 13 Sgr 2 Pf. über
verschiedene an Caspar Rennefeld gezahlte Kosten
vor. Es befinden sich darunter
für gelieferte 300 Lohkuchen . . . 1 Thl 12 Sgr
für gelieferte Kortel[?] . . . . 11 Thl 6 Sgr
für geliefertes Oel . . . . . 5 Thl 4 Sgr.
2 Pf.
für Lichter . . . . . . . . . 2 Thl
Da die betreffenden Gegenstände von dritten Personen
geliefert sind, so wird dem VerwalterRosellen unter
Anempfehlung größtmöglichster Oekonomie aufge-
tragen, künftighin derartige Gegenstände immer
gegen spezielle Rechnung an diejenigen Personen
direct zu zahlen, von welchen die Lieferungen
geschehen sind. §. 5. Die Rechnung wird hiernach vom Gemeinde-
rath in Einnahme auf . . . . . 26 003 -- 15 --
2
in Ausgabe " . . . . . 25 426 -- 9
-- 1
und im Bestande auf . . . . 577 -- 6
-- 1
festgestellt und darüber die Decharge ertheilt. a. u. s. Die betreffende Commission
erstattete Bericht über
die geschehene Revision der Sparkassen-Rechnung pro
1851, wobei folgende erläuternde Bemerkungen
gemacht wurden: § 1. Die Rechnung war speziell durchgegangen, und
überall mit den Belegen und den Büchern über-
einstimmend gefunden worden. §. 2. Dieselbe liefert folgendes Ergebniß:
a. Einnahme Th. Sgr. Pf
1. Bestand aus dem Jahre 1850 . . 1 710 -- " - 1
2. Kapital-Einlagen . . . . . 25 947 -- 10
-- 7
3. Erstattete ausgeliehene Kapitalien
a von Privaten und Corporationen . . 13 780 -- - -- -
b. von der städtischen Leih-Anstalt . . 750 -- - -- -
4. Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien 2 240 -- 14 -- 4
5. Verschiedene unvorgesehene Einnahmen . 10 -- 3 -- 8
__________________
Summa 44 438 -- 3 -- 8
___________________
b. Ausgabe.
1. Verwaltungskosten (: darunter 548 Th. 12 Sgr 9 Pf
Gewinnst an der Leih-Anstalt .) . . 593 -- 1 -- 9
2. Zinsen von Capitalien . . . . 1 657 -- 21 --
3
3. Abgelegte Capitalien
a. Rückzahlungen von Einlagen . . 13 771 -- 17 -- 11
b. Rentbare Anlegung von Capitalien . 26 433 -- - -- -
c. zum Betrieb der Leih-Anstalt . . . . 400 -- - --
-
__________________
Summa 42 855 -- 10 -- 11
_____________________ Nach Gegeneinanderhaltung der Einnahme und
Ausgabe ergibt sich ein Bestand von Th 1 582 -- 22 -- 9
§. 3. Die Forderungen der Sparkasse betragen
a an Private und Corporationen Th 49 962 -- 29 -- -
b. an die städtische Leih-Anstalt 1 300 -- -- -- -
________________
Summa 51 262 -- 29 -- -
Die noch zu erstattenden Einlagen be-
tragen dagegen . . . . . . 52 845 -- 21 --
9
__________________
Mithin ist die Schuld nur . . . 1 582 -- 22 --
9
höher als die Forderung. Diese Differenz wird
durch den, eine gleiche Summe ausmachenden
baaren Bestand gedeckt, sodaß Activa und
Passiva sich gleich stehen.
Der an die Leih-Anstalt abgegebene Gewinnst
pro 1851 beläuft sich auf 578 Thl. 12 Sgr 9 Pf. §. 4. Schließlich stellt Gemeinderath
die Sparkassen-
Rechnung in Einnahme auf . . . . 44 438 Thl -- 3 --
8
in Ausgabe " . . . . 42855 - - 10 - 11
____________________
und im Bestande auf . . . 1 582 -- 22 -- 9
fest und ertheilt darüber die Decharge. a. u. s....