Eintrag 58220. Dezember 1852 Auf den Antrag der Hospital-Verwaltung genehmigt
Gemeinderath, daß den Ackersleuten Geschwister Wilhelm
Carl und Catharina Robertzzu Holzbüttgen aus Hospital-
fonds eine Summe von sechshundert Thalern gegen
5 % Zinsen und sechsmonatliche Kündigung unter
den von der gedachten Verwaltung näher angegebenen
Verhältnissen, ausgeliehen werde. a. u. s....
Eintrag 58320. Dezember 1852 Die Armen-Verwaltung beantragt durch eine Eingabe
vom 15. d. Mts. den Erlaß eines Pachtbetrages von 12 Thl
26 Sgr 3 Pf., welcher von der durch Krankheit und andere
Widerwärtigkeiten in mißliche Verhältnisse gerathene
Wittwe Steprathvon Steinhaus zu zählen ist.
Da nach der Ausführung der Armen-Verwaltung
die Wwe Steprath bei der Pachtung ohnehin zu Nachtheil gekom-
men, so wird der genannte Pachtnachlaß gutgeheißen. a. u. s....
Eintrag 58420. Dezember 1852 Es wird ein von der Hospital-Verwaltung befürworteter
Antrag des Hospital-WundarztesRheins auf Bewilligung
einer Remuneration für das laufende Jahr und
einer Erhöhung seines Gehaltes ad 25 Thl. für die Folge
vorgetragen. In Ansehung der vermehrten Obliegenheiten
des p Rheins schlägt die Hospital-Verwaltung pro 1852
eine Remuneration von 20 Thl. und für die folgenden Jahre
eine Gehaltserhöhung von gleichem Betrage für denselben
vor. Gemeinderath kann nicht verkennen, daß die chirurgi-
schen Verrichtungen des Herrn Rheins im Hospitaledurch die in diese Anstalt aufgenommenen
erkrankten
Eisenbahn-Arbeiter im laufenden Jahre erheblicher als
früher gewesen sind, und es hält derselbe daher für
billig, daß dem p Rheins für das Jahr 1852 eine
Remuneration von 20 Thl. zuerkannt werde. Da es
sich noch nicht absehen lasse, ob die Verrichtungen des-
selben auch in der Folge gegen früher vermehrt sein werden, so glaubt Gemeinderath
für jetzt auf eine feste
Gehaltserhöhung nicht eingehen zu können, überläßt es
vielmehr dem Hr. Rheins, im künftigen Jahre nach
Umständen den Antrag auf weitere Remuneration
zu wiederholen.
a. u. s....