Eintrag 64123. März 1853Vorsitzender macht den Gemeinderath mit der in Crefeldmit zwei Herren des provisorischen
Comite der Cöln-Crefelder
Eisenbahn gepflogenen Rücksprache umständlich bekannt,
deren Resultat darauf hinausgeht, daß die Stadt Crefeld
erst dann einen Zuschuß zu den Kosten des Ausbaus
genannter Bahn bewilligen werde, wenn die Noth-
wendigkeit hierzu sich herausgestellt habe, daß übri-
gens die genannte Eisenbahn dort einen so großen
Anklang finde, daß aller Wahrscheinlichkeit nach von
der Bürgerschaft bedeutende Actienzeichnungen zu
erwarten seien. Nach wiederholter reiflicher und vielseitiger Er-
wägung der Sache und der großen Wichtigkeit der
besagten Eisenbahn für den Handel und Verkehr, ja
für die ganze Zukunft unserer Stadt, beschließt
Gemeinderath einen Zuschuß von 4 bis 5000 Thlr zu
den Baukosten für den Fall zu bewilligen, daß die
Stadt Crefeld zur Zahlung eines verhältnißmäßigen
Zuschusses zu demselben Zwecke sich bereit erkläre.
Im entgegengesetzten Falle aber wird Gemeinderath
essich angelegen sein lassen, dafür zu wirken, daß
die Stadt als solche in Stand gesetzt werde, für eine
namhafte Summe Actien zu übernehmen. Gemeindeverordneter Schellens erklärte zu Protocoll,
wie er deshalb gegen die Bewilligung des Zuschusses
gestimmt habe, weil sich die Nothwendigkeit eines
solchen Seitens der Stadt vorläufig noch nicht
herausgestellt habe. a u. s....