Band 49: Eintrag vom  23. März 1853 (Nr. 641)

Eintragsübersicht (Band, Sitzung)

Transkription

 

Vorsitzender macht den Gemeinderath mit der in Crefeld mit zwei Herren des provisorischen Comite der Cöln-Crefelder Eisenbahn gepflogenen Rücksprache umständlich bekannt, deren Resultat darauf hinausgeht, daß die Stadt Crefeld erst dann einen Zuschuß zu den Kosten des Ausbaus genannter Bahn bewilligen werde, wenn die Noth- wendigkeit hierzu sich herausgestellt habe, daß übri- gens die genannte Eisenbahn dort einen so großen Anklang finde, daß aller Wahrscheinlichkeit nach von der Bürgerschaft bedeutende Actienzeichnungen zu erwarten seien.

Nach wiederholter reiflicher und vielseitiger Er- wägung der Sache und der großen Wichtigkeit der besagten Eisenbahn für den Handel und Verkehr, ja für die ganze Zukunft unserer Stadt, beschließt Gemeinderath einen Zuschuß von 4 bis 5000 Thlr zu den Baukosten für den Fall zu bewilligen, daß die Stadt Crefeld zur Zahlung eines verhältnißmäßigen Zuschusses zu demselben Zwecke sich bereit erkläre. Im entgegengesetzten Falle aber wird Gemeinderath essich angelegen sein lassen, dafür zu wirken, daß die Stadt als solche in Stand gesetzt werde, für eine namhafte Summe Actien zu übernehmen.

Gemeindeverordneter Schellens erklärte zu Protocoll, wie er deshalb gegen die Bewilligung des Zuschusses gestimmt habe, weil sich die Nothwendigkeit eines solchen Seitens der Stadt vorläufig noch nicht herausgestellt habe.

a u. s.