Stadtverordneten - Versammlung faßt folgende E Entschließung. Die bisherige Förderung des Wohnungsbaues durch Reich, Staat und Gemeinden hat nicht ausgereicht, die Woh- nungsnot fühlbar zu lindern. Es steht vielmehr fest, daß sich in den letzten Jahren die Fehlmenge an Kleinwohnungen noch vergrößert hat. Die Ursachen liegen in der Unmöglichkeit, die notwendigen Ka- pitalien zu beschaffen und in der Höhe des Zinsfußes.
[Nächste Seite]Infolgedessen konnten auf dem Baumarkte auch selbst in der günstigsten Jahreszeit nicht alle Facharbeiter Beschäf- tigung finden.
Eine größere Belebung desselben würde eintreten, wenn die Hauszinssteuer restlos dem Wohnungsbau zugeführt werden könnte. Solange dies nicht möglich ist, muß derselbe auch mittels Notstandsarbeiten ge- fördert werden.
Die Stadtverordneten - Versammlung bittet den Ober- bürgermeister bei dem Herrn Reichsarbeitsminister vorstellig zu werden, die Bestimmungen über öffent- liche Notstandsarbeiten vom 30. April 1925 dahingehend abzuändern, daß auch der Kleinwohnungsbau unter den Begriff der Notstandsarbeiten fällt.