Band 49: Eintrag vom  5. Juli 1852 (Nr. 479)

Eintragsübersicht (Band, Sitzung)

Transkription

 

Es wurden dem Gemeinderath die bezüglichen Verhandlungen der Armen- und Hospital-Verwaltung wegen Abtretung verschiedener Grundparzellen zum Bau der Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn vorgelegt. Nach den zwischen den resp. Verwaltungen und dem Erwerbungs-Commissar der gedachten Gesellschaft unter Vorbehalt der höhern Behörde beziehungsweise der Eisenbahn-Direction geschlossenen Verträge sollte die Armen-Verwaltung 500 Thl., 450 Thl respective 425 Thl pro Morgen und die Hospital-Verwaltung 425 Thlr. pro Morgen an Kaufpreis erhalten, so daß an die beiden Verwaltungen zusammen circa 2 300 Thl an Kaufpreis ausbezahlt werden würde. Dieses Übereinkommen ist Seitens der Eisenbahn- Direction nur mit dem Vorbehalte genehmigt worden, daß die nach den Verträgen der p Direction zu Last gelegte Entschädigung der Pächter von den Verwaltungen übernommen werde, welche letzteren hierdurch nach einem vorläufigen Abfinden ca. 135 Thlr. im Ganzen zu vergüten haben würden. Die beiden Verwaltungen haben nun geglaubt, an der einmal vereinbarten, nach ihrer Ansicht nicht zu hoch gestellten Bedingun- gen festhalten zu müssen, wünschen indeß, daß der Gemeinderath die Sache prüfen und demnächst ent- scheiden möge.

Nach reiflicher Besprechung ersuchte Gemeinderath den vorsitzenden Bürgermeister, im Vereine mit den beiden Verwaltungen nochmals mit dem Erwer- bungs-Commissar resp. der Eisenbahn-Direction in Unterhandlung zu treten, und zur möglichsten Abwendung eines Expropriations-Prozesses einen Vergleich zu vermittlen, welchen letztern Gemeinde- rath dann ebenfalls gutheißen werde.

a. u. s.