Band 49: Eintrag vom  23. Mai 1853 (Nr. 665)

Eintragsübersicht (Band, Sitzung)

Transkription

 
Im Auftrage des Gemeinderathes hatte die Commission für Rechnungswesen die von dem RendantenRosellen gelegte Rechnung der Sparkasse für das Jahr 1852 revidirt und dabei folgende erläuternde Bemerkungen gemacht: §. 1. Die Rechnung ist Posten für Posten durchgegangen, in allen Theilen richtig und mit den Büchern und Belegen übereinstimmend gefunden. §. 2. Dieselbe ergibt folgendes Resultat: a. Einnahmen 1. Bestand aus dem Jahre 1851 . . . . Th 1 582 -- 22 -- 9 2. Kapital-Einlagen . . . . . . 16 502 -- 3 -- 9 3. Erstattete ausgeliehene Kapitalien: a. von Privaten und Corporationen . . 3 360 -- - -- -- b. von der städtischen Leih-Anstalt . . 1 860 -- -- -- -- 4. Zinsen von ausgeliehenen Capitalien . . 2 391 -- 11 -- 10 5. Verschiedene unvorhergesehene Einnahme 7 -- 7 -- -- _________________ Summa 25 703 -- 15 -- 4 b. Ausgabe. 1. Verwaltungskosten (eigentlich Gewinn, welcher in die Leihhaus-Casse fließt) Th 633 -- 26 -- 5 2. Zinsen von Capitalien . . . . 1 764 -- 22 -- 5 3. Angelegte Kapitalien a Rückzahlungen von Einlagen . . 15 949 -- 12 -- -- b. Rentbare Anlegung von Kapitalien 4 089 -- 29 -- -- c. zum Betrieb der Leih-Anstalt . . .. 1 200 -- -- -- -- _________________ Summa 23 637 -- 29 -- 10 Bei Vergleichung der Einnahme mit der Ausgabe ergibt sich ein Bestand von . . . . 2 063 -- 15 -- 6 §. 3. Die Forderungen der Sparkasse betragen Th Sg Pf a an Private und Corporationen . . . 50 692 -- 28 -- b an die städtische Leih-Anstalt . . . 640 -- -- -- __________________ Summa 51 332 -- 28 -- Dagegen belaufen sich die zu erstattenden Einlagen auf 53 398 -- 13 -- 6 ___________________ sodaß die Schuld nun 2 065 -- 15 -- 6 [Nächste Seite]

höher als die Forderung steht. Diese Differenz wird durch den eine gleiche Summe ausmachenden obigen Bestand ausgeglichen, wornach Activa und Passiva sich gleich kommen. Der bei der Sparkasse erzielte Gewinn pro 1852 beträgt wie bereits oben erwähnt, 633 Thl. 26 Sgr. 3 Pf. - 53 Thl. 13 Sgr. 6 Pf. mehr als pro 1851.

§. 4.

Da weiter Nichts zu bemerken gefunden worden, so stellt Gemeinderath die Rechnung in Einnahme zu 25 703 -- 15 -- 4 in Ausgabe zu 23 637 -- 29 -- 10 __________________ und ein Bestand zu 2 065 -- 15 -- 6 fest, und ertheilte darüber die Decharge.

Die Einnahme stellt sich wie folgt: a. Bestand aus dem Jahre 1851 . . . Th 577 -- 6 -- 1 b. Zurückerstattete Vorschüsse aus dem Jahre 1851 und vorher . . . . Th 10 367 -- 4 -- - c. Zinsen . . . . . Th 1 506 -- 6 -- - d. Überschüsse von Verkäufen . . Th 213 -- - -- 8 e. Verkaufskosten . . . . . Th 21 -- 20 -- - f. Gewinn aus der Sparkasse . . . Th 633 -- 26 -- 5 g. Darlehn aus der Sparkasse . . . Th 1 200 -- -- -- - h. Erstattete Vorschüsse von eingelösten und ver- kauften Pfändern ex 1852 . . . Th 14 803 -- 17 -- - ____________________ Summa Th 29 322 -- 20 -- 2 Die Ausgabe besteht in folgenden Posten: a. Überschüsse von verkauften Pfändern aus dem Jahre 1851 Th 18 -- 16 -- 9 b. Kapital-Rückzahlungen aus dem Jahre 1851 Th 846 -- 17 -- 4 c. Kosten der Pfandverkäufe . . . . Th 19 -- 19 -- - d. Überschüsse von verkauften Pfändern aus dem Jahre 1852 . . . . Th 164 -- 11 -- 1 _______________ zu übertragen 1 049 -- 4 -- 2

a. u. s.